Kooperation Hochschule und Wirtschaft

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Das Handlungsfeld
Die Metall- und Elektroindustrie in Baden-Württemberg braucht vor allem praxisnahe Bachelorabsolventen der verschiedenen Disziplinen, und daneben Masterabsolventen, die sowohl forschungs- als auch anwendungsorientiert sind. Mittlerweile steigt die Zahl der Studienanfänger und der Absolventen in den Ingenieurwissenschaften deutlich an. Darin spiegeln sich auch die fruchtbringenden Bemühungen von Südwestmetall, den Nachwuchs für Technik zu begeistern. Allerdings belastet die hohe Studienabbrecherquote in den Ingenieurwissenschaften diesen positiven Trend.

Im Unterschied zur Forschung fällt es in der Hochschullehre ungleich schwerer, die Finanzierung nach Wettbewerbs- und Leistungskriterien zu organisieren. Hohe Abbrecherquoten bedeuten eine enorme Verschwendung volkswirtschaftlicher und bildungspolitischer Ressourcen und
Potenziale.

Was ist zu tun?

Mehr Studienanfänger müssen ohne Abstriche bei der Qualität zu einem erfolgreichen Abschluss geführt werden. Hier bieten die besser strukturierten Bachelor- und Masterstudiengänge gerade in den Naturund
Ingenieurwissenschaften eine große Chance. Für Unternehmen ist es nicht entscheidend, ob zum Beispiel ein Bachelorstudiengang sechs, sieben oder acht Semester in Anspruch nimmt. Vielmehr müssen diese Studiengänge konzeptionell so gestaltet werden, dass fachbezogene Kenntnisse, Praxis- und Berufsfeldbezug sowie überfachliche Qualifikationen im richtigen Verhältnis zueinander stehen.

Die Phase der Studienvorbereitung muss besser in Form von Brücken- und Ergänzungskursen genutzt werden. Außerdem brauchen die Studierenden gerade in den ersten Semestern klare Ansprech- und Unterstützungsstrukturen, möglichst in Kombination mit Mentoren. Für beruflich Qualifizierte müssen berufsbegleitende Studienangebote entwickelt werden, die auf die Lebenssituation und Vorkenntnisse dieser Zielgruppe abgestimmt sind.

Umdenken ist gefragt: Die Qualität eines Studiengangs und einer Fakultät bemisst sich nicht an einer hohen Abbrecherquote, im Gegenteil. Die Lehre darf kein Nebenprodukt sein. Die Hochschullehre muss finanziell gut ausgestattet werden. Dabei sollte von den nachfrage- und leistungsorientierten Finanzierungsprinzipien aus der Forschung gelernt werden. Ohne eine deutliche Erhöhung privater Finanzierungsanteile wird die Unterfinanzierung der Hochschullehre nicht aufzulösen sein. Sozialverträglich ausgestaltete Studiengebühren sind dabei unverzichtbar.


In diesen Projekten engagieren wir uns:

Ansprechpartner

Matthias Schneider
Bildungswerk der Baden-Württembergischen Wirtschaft

Tel.: 07141 298976-16
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