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, Ludwigsburg

Wie kleine und große Zahnräder entstehen

Zusammen mit dem TeClub (Technikclub für Kinder) will das Unternehmen Gleason-Pfauter in Ludwigsburg Kinder für Technik begeistern. So konnten 20 Grundschulkinder im Alter von acht bis zehn Jahren unter dem Motto „Zahnräder bewegen die Welt“ bei einem Rundgang erleben, wie Maschinen zur Zahnradherstellung gebaut werden.

Geschäftsführer Dr. Ulrich Brahms begrüßte die Kinder. Mit den Fragen „Was macht eigentlich ein Geschäftsführer, und was ist das Ziel eines Unternehmens?“ startete gleich zu Beginn eine rege Diskussion mit dem Geschäftsführer. Lebhaft beteiligten sich die Grundschulkinder an den Überlegungen, wofür Zahnräder gebraucht werden und wo sie sich überall verstecken.

In einer kurzen Präsentation wurde gezeigt, wo die Zahnräder, die auf den Maschinen von Gleason-Pfauter gefertigt werden, eingebaut sind. Dabei waren die Kinder von den verschiedenen Größen der Maschinen und der Zahnräder überrascht. Bei einem kleinen Zahnrad für ein Automobilgetriebe passt eine Maschine komplett auf einen Lkw. Eine Maschine für ein großes Zahnrad mit einem Durchmesser von zehn Metern, zum Beispiel für den Schließmechanismus eines Staudamms, ist dagegen schon größer als ein Einfamilienhaus. Um eine solche Maschine zum Kunden zu bekommen, musste sogar schon mal das Dach der Werkshalle abgebaut werden.

Der Höhepunkt des Rundgangs waren zwei Maschinen in Aktion. Bei der Wälzschleifmaschine konnten die kleinen Besucher zwar durch den Ölnebel im Maschinenraum nicht viel erkennen, aber die Beladung mittels Automation und Drehturm faszinierte die Kinder. Auf der Wälzstoßmaschine werden Zahnräder für Ölpumpen von Pkws gefertigt. Der Fertigungsvorgang dauert nur wenige Sekunden, während es bei der Herstellung eines großen Zahnrades auch schon einmal ein paar Tage dauern kann, bis das Zahnrad fertiggestellt ist. Jedes Kind bekam ein eigenes kleines Zahnrad zum Mitnehmen geschenkt.

Nach einer kleinen Stärkung waren alle Kinder fit für die Bastelrunde. Mit Unterstützung junger Mitarbeiter aus vielen Bereichen der Firma baute jedes Kind eine Seilwinde mit zwei Zahnrädern zusammen.

„Die kindgerechte Darstellung der komplexen Sachverhalte durch die Mitarbeiter von Gleason-Pfauter war hervorragend. Den Kindern wurde jederzeit auf Augenhöhe begegnet und sie konnten somit dem gesamten Ablauf mit größter Begeisterung folgen“, lautete das Fazit von Thorsten Kirste, Betreuer vom TeClub und Mitarbeiter der Pädagogischen Hochschule Heilbronn.

Der TeClub ist eine Initiative, die Aktionen rund um kindgerechte Technikerfahrung anbietet und wird vom Verband der Metall- und Elektroindustrie Baden-Württemberg, Südwestmetall, gefördert.

© Ludwigsburger Kreiszeitung

 

 

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