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, Stuttgart

Arbeitgeber und Landesfamilienrat zeichnen Unternehmen aus

Am Dienstag, 11. Dezember, wurde bereits zum sechsten Mal das familyNET-Prädikat „Familienbewusstes Unternehmen“ an zahlreiche Unternehmen Baden-Württembergs für ein familienfreundliches Personalmanagement überreicht. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist ein wichtiges Zukunftsthema für die Unternehmen im Land. Familienbewusste, lebensphasenorientierte Unternehmen steigern mit diesen Eigenschaften ihre Attraktivität im Wettbewerb um Fachkräfte. Im Rahmen des landesweiten Projekts familyNET werden sie dabei durch die Arbeitgeberverbände Südwestmetall und Chemie Baden-Württemberg in enger Kooperation mit dem Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg unterstützt.


Stefan Küpper, Geschäftsführer Politik, Bildung und Arbeitsmarkt der Arbeitgeber Baden-Württemberg, sieht in den rund 180 ausgezeichneten Unternehmen ein starkes Signal für das große Engagement der Betriebe in Sachen Vereinbarkeit von Beruf und Familie: „Immer mehr Unternehmen entwickeln sich zu familienbewussten Unternehmen. Das Prädikat hilft ihnen dabei, sich im verschärfenden Wettbewerb um Fach- und Führungskräfte zu positionieren. Um ihre großen Anstrengungen zum Beispiel für eine flexible Arbeitszeitgestaltung, für die Wiedereinstiegsförderung nach einer Familienpause oder die Unterstützung bei der Kinder- und Angehörigenbetreuung dokumentieren zu lassen, sind die Betriebe bereit, sich einem solchen Begutachtungsprozess zu unterwerfen. Das ist für uns Ansporn, dieses Angebot weiter vorzuhalten und auszubauen.“

„Ziel ist es, mit der Prädikatsverleihung weitere Unternehmen zum Nachahmen zu motivieren. Für unsere Unternehmen wird es zunehmend wichtiger, dass sie ihre Aktivitäten im Bereich Vereinbarkeit von Familie und Beruf und lebensphasenorientierte Personalpolitik professionalisieren, mit ihrem Engagement besser sichtbar werden und sich im Wettbewerb positionieren können. Das Prädikat kann ein wertvolles Marketinginstrument sein; es kann Professionalität und systematische Umsetzung dokumentieren“, sagte Katrin Schütz, Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau, in ihrem Grußwort bei der Verleihung. „Das Verständnis und die gezielte und systematische Umsetzung von Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf und einer lebenspha-senorientierten Personalpolitik in den Betrieben tragen wesentlich zur Fachkräf-tegewinnung und -sicherung bei. So können sich unsere Unternehmen im Sinne einer modernen zukunftsorientierten Unternehmens- und Wirtschaftspolitik entwickeln.“

Insgesamt 24 Unternehmen aus Industrie, Dienstleistung und Sozialwirtschaft wurden in der fünften Runde mit dem Prädikat „Familienbewusstes Unternehmen“ für eine systematische familienbewusste Personalpolitik ausgezeichnet, 8 davon haben sich dem Begutachtungsprozess erneut gestellt. Bewertet wurden dabei die Aktivitäten der Unternehmen in den Bereichen Führungskompetenz und Personalentwicklung, Arbeitsort, -zeit und -organisation, Kommunikation, geldwerte Leistungen, Service für Familien, Gesundheit sowie bürgerschaftliches Engagement. Mittlerweile sind rund 180 Unternehmen Prädikatsträger in Baden-Württemberg.

Für Bettina Stäb, stellvertretende Vorsitzende des Landesfamilienrates
, zählt die Pflege zu den großen gesellschaftspolitischen Herausforderungen. „Familien, vor allem die Frauen, sind noch immer Deutschlands größter Pflegedienst. Weil sie mit dieser Aufgabe aber meist allein gelassen werden, schränken sie ihre Arbeit im Pflegefall häufig ein oder geben sie ganz auf. Hier müssen wir ansetzen und die Pflege in der häuslichen Umgebung mit professionellen Diensten und Entlastung der Pflegepersonen besser als bisher unterstützen“ so Stäb. „Auch Unternehmen und Verwaltungen können und müssen die Vereinbarkeit von Erwerbsarbeit und Pflegeverantwortung durch eine bewusste Personalpolitik und gezielte Maßnahmen fördern.“ Der Landesfamilienrat setzt sich dafür ein, dass die notwendigen Strukturen dafür geschaffen werden.

Die Prädikatsträger 2018

  • Kommunalverband für Jugend und Soziales Baden-Württemberg (KVJS)
  • Menold Betzler Rechtsanwälte Partnerschaft mbB
  • Flughafen Stuttgart GmbH (FSG)
  • Hochdorf - Evang. Jugendhilfe im Kreis Ludwigsburg e.V.
  • novineon Healthcare Technology Partners GmbH
  • Ovesco Endoscopy
  • Tübingen Scientific Medical GmbH
  • Carl Zeiss AG
  • Arnulf Betzold GmbH
  • Landratsamt Heilbronn
  • AVR Umwelt Service GmbH
  • abtis GmbH
  • Nonnenmann Garten- und Landschaftsbau GmbH
  • IBS Ingenieurbüro Dr. Klaus Schnürer GmbH
  • Badische Stahlwerke GmbH
  • Stadt Furtwangen
  • EVANGELISCHE ALTENHILFE ST. Georgen gGmbH
  • Landratsamt Konstanz
  • Die Zieglerschen - Süd - gGmbH Seniorenzentrum Im Brühl
  • Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg GmbH
  • Die Zieglerschen - Nord - gGmbH Seniorenzentrum Bad Waldsee
  • Handtmann Unternehmensgruppe, Biberach
  • Die Zieglerschen - Nord - gGmbH Diakonie-Sozialstation Biberach
  • Hochschule Ulm
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