Übergang in die Ausbildung

1.400 Jugendliche wurden beim Einstieg in Ausbildung und Beschäftigung begleitet.

Das Handlungsfeld
Die betriebliche Ausbildung im dualen System ist eine optimale Basis für den Berufsstart. Das liegt insbesondere an ihrer engen Verknüpfung mit der Arbeitswelt. Neben den Inhalten, die im Ausbildungsrahmenplan festgelegt sind, werden in der dualen Ausbildung praxisbezogen die unterschiedlichsten betrieblichen Abläufe vermittelt.

Die Attraktivität des Systems hat aber spürbar nachgelassen. Immer mehr Schulabgänger entscheiden sich für andere Wege des Ausbildungs- und Berufseinstiegs. Gleichzeitig weisen viele Schulabgänger, die sich um eine Stelle im dualen System bewerben, nicht die nötige Ausbildungsreife auf. Selbst gute Schulnoten stehen nicht
mehr zwangsläufig dafür, dass die Bewerber für eine Ausbildung geeignet sind.

Was ist zu tun?

Das duale Ausbildungssystem muss einerseits für leistungsstarke Schulabgänger attraktiv bleiben. Andererseits muss es neue Wege auch für leistungsschwächere Schulabgänger eröffnen. Dies bedeutet, das System in zwei Richtungen zu öffnen und zu flexibilisieren: Für leistungsstarke Jugendliche müssen verstärkt Zusatzqualifikationen sowie inhaltlich und zeitlich flexible Ausbildungsangebote entwickelt werden.

Leistungsschwächere Jugendliche brauchen Einstiegsmöglichkeiten in Form von Teilqualifikationen und zweijährigen Berufen – mit Anschlussmöglichkeiten für die dreijährigen Berufe. Ziel ist ein abgestuftes und mehrphasiges System. Der Übergang von der Schule in den Beruf sollte unterstützt werden, indem Berufsorientierung und die Förderung der Ausbildungsfähigkeit ausgebaut werden. Wenn direkt nach dem Schulabschluss die Ausbildungsfähigkeit noch nicht gegeben ist, sollte diese im Rahmen einer berufsvorbereitenden und praxisnahen Maßnahme erlangt werden können, zum Beispiel in der dualen Ausbildungsvorbereitung (AVdual) oder in der Einstiegsqualifizierung (EQ).

Wichtig sind klare Standards für solche Maßnahmen mit eindeutig definierten und überprüfbaren Lernzielen sowie Vermittlungsvorgaben in Ausbildung und Beschäftigung. Auch während der Ausbildung müssen Hilfsangebote etwa in Form ausbildungsbegleitender Hilfen (abH) oder assistierter Ausbildung bereitgestellt werden. Sie verhindern bei Schwierigkeiten in der Berufsschule oder bei anderen individuellen Problemen, dass Ausbildungen abgebrochen werden und können gleichzeitig die Leistungsfähigkeit erhalten und ausbauen.


In diesen Projekten engagieren wir uns:

Ansprechpartner

Heinz Schwager
BBQ Berufliche Bildung

Tel.: 07433 99747-10
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