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Spielerisch programmieren lernen und dabei einen Schatz entdecken

Grundschulkinder sammeln mit einem Roboter in Bienengestalt erste Programmiererfahrungen.

„Ok, der Beebot muss drei Schritte geradeaus fahren, sich zweimal nach rechts drehen und dann findet er den Schatz“, erklärt ein Schüler bei der Planung seiner Route und drückt fleißig die Programmierknöpfe auf dem Rücken des Beebots. „Schau noch mal genau hin“, fordert ihn Janina Ulmer, Leiterin der Projektstelle Lokale Bildungsnetze Böblingen (LoBiN), auf. „Ah, er muss noch einen Schritt nach vorne fahren!“, erkennt der engagierte Junge sofort und freut sich sichtlich, als der Beebot auch tatsächlich die Schatzkiste erreicht und er den Gummibärchenschatz auspacken darf.

Auftakt des Projekts „Digitale Bildung Unplugged“

Die interaktive Schatzsuche mit dem Beebot in der Erfinderwerkstatt der Paul-Lechler-Schule und beim Schulfest der Erich Kästner-Schule sind die Auftaktveranstaltungendes umfangreichen Projekts „Digitale Bildung Unplugged“. Das Projekt geht auf das von der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd entwickelte und von der Südwestmetall vertriebene Konzept „Spielerisch programmieren lernen – vom Brettspiel zum Roboter“ zurück.

LoBiN hatte Anfang Juni zu einer von der Südwestmetall angebotenen Weiterbildung für Lehrkräfte, Schulsozialarbeiter, Mitarbeiter des Jugendhauses und Ehrenamtliche in der Kinderbetreuung eingeladen. „Viele Kinder haben nicht mehr die Gelegenheit, mit ihren Eltern oder Großeltern Gesellschaftsspiele zu spielen. Gerade das strukturierte Spielen fördert jedoch die für das Programmieren notwendigen Fähigkeiten wie Konzentrationsfähigkeit, Regelverständnis und logisches Denken.

Wir versuchen nun einerseits analoge Spielangebote in Kleingruppen zu machen, um sicherzustellen, dass wirklich alle Kinder die oben genannten informellen Kompetenzen entwickeln können, und anderseits Kinder niederschwellig an das Programmieren heranzuführen, also ohne Tablets und Computer“, führt Janina Ulmer aus. „Darf ich den Schatz im Wald verstecken?“, fragt ein Mädchen und zeigt auf den oberen Bereich der Schatzkarte, auf dem viele Bäume abgebildet sind. „Ja, klar. Dann hat der Beebot zwar einen längeren Weg, aber das schaffst du bestimmt!“, antwortet Janina Ulmer.

© Amtsblatt Böblingen

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